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Medizinprodukte eröffnen Expansionsmöglichkeiten
19.08.2022

Die staatliche Arzneimittelbehörde hat kürzlich 104 Normen für die Medizinprodukteindustrie (darunter 31 verbindliche und 73 empfohlene Normen) sowie zwei Listen mit Überarbeitungen von Medizinproduktenormen, wie beispielsweise die „Allgemeinen Anforderungen an chirurgische Implantate aus Silikonkautschuk“, veröffentlicht. Einige Analysten gehen davon aus, dass dieser Schritt die Entwicklung der Medizinprodukteindustrie meines Landes beschleunigen und Fusionen und Umstrukturierungen börsennotierter Unternehmen in diesem Bereich fördern wird, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Dies ist das erste Mal seit der Gründung der Generaldirektion für Normen für Medizinprodukte. Im Vergleich zu früheren Normen enthält die diesmal veröffentlichte Norm die Anwendungsbedingungen und grundlegenden Informationen in der Bekanntmachung. Dadurch ist der Inhalt der Bekanntmachung substanzieller und ermöglicht ein schnelleres Erfassen der allgemeinen Situation und des Anwendungsbereichs der Norm. Dies wird nicht nur die Markteintrittsbarrieren für die Medizinprodukteindustrie anheben, sondern auch die Grundlage für die zentrale Überwachung und die einheitliche Beschaffung von Medizinprodukten wie hochwertigen Verbrauchsmaterialien schaffen.
Die Medizintechnikbranche ist ein strategischer, aufstrebender Wirtschaftszweig, der vom Staat gefördert wird und im Fokus verschiedener Industriefonds steht. In entwickelten Ländern liegt das Verhältnis von Arzneimittel- zu Medizintechnikverbrauch nahezu bei 1:1, während in China noch deutlich Nachholbedarf besteht. Mittel- und langfristig wird sich mit steigendem Konsumniveau der Bevölkerung und der Umsetzung staatlicher Maßnahmen zur Förderung des gesellschaftlichen Engagements im Gesundheitswesen die Nachfrage nach Medizintechnik seitens der Bevölkerung und verschiedener medizinischer Einrichtungen schrittweise decken. Die Medizintechnikbranche bietet jedoch noch erhebliches Entwicklungspotenzial.
Berichten zufolge befindet sich die Medizintechnikbranche meines Landes derzeit noch in einem kleinen und uneinheitlichen Entwicklungsstadium. Der Markt für Medizinprodukte wird seit Langem von internationalen Konzernen wie Johnson & Johnson, Medtronic, GE, Philips usw. dominiert, und es besteht ein großes Potenzial für die Substitution von Importprodukten.
Aktuell sind die Produktlinien von Medizintechnikunternehmen an der A-Börse noch relativ überschaubar. Daher besteht für diese Unternehmen ein dringender Bedarf, ihre Produktpalette durch Fusionen und Übernahmen zu erweitern. Meldungen über Fusionen und Umstrukturierungen börsennotierter Medizintechnikunternehmen sind häufig, und die Branche befindet sich in einer Phase rasanten Wachstums. So hat beispielsweise Biolight nach dem Börsengang durch Akquisitionen seine strategische Ausrichtung im Bereich der Hämodialyse schrittweise umgesetzt und damit seine Abhängigkeit von traditionellen Überwachungsprodukten reduziert. Neben großen Medizingeräten sind auch Haushaltsgeräte und tragbare Medizinprodukte Marktsegmente, die von Unternehmen der Branche aktiv erschlossen werden. Yuyue Medical bietet Luftreiniger für den Haushalt an, Sinocare erweitert sein Angebot um mobile Blutzuckermessgeräte, und Jiu'an Medical vertreibt mobile medizinische Elektronikprodukte wie Fingertip-Oximeter.
Was die Marktentwicklung betrifft, so haben Medizintechnikunternehmen wie Tofflon und Kailitai seit November, beflügelt durch Übernahmemeldungen, nacheinander Stärke bewiesen. Angetrieben von der positiven Entwicklung der Branche, hat auch das Interesse verschiedener Fonds an Investitionen in Medizintechnik-Aktien zugenommen. Hejia und Jiu'an Medical wurden kürzlich in die Liste der Top-Unternehmen aufgenommen, was zu Nettozuflüssen von Fonds geführt hat. Am 25. November ließ die Ankündigung von Lepu Medical, dass ein Großaktionär seine Anteile reduziert hat, den Aktienkurs des Unternehmens um mehr als 7 % steigen. Die Ankündigung zeigt, dass die Hauptaktionäre von Lepu Medical ihre Anteile an der gesamten Aktienkapital des Unternehmens um 4,187 % zu einem marktgerechten Preis reduziert haben. Davon gingen 3,054 % der Aktien an den Vermögensverwaltungsplan „Xingquan Strategie Nr. 18“, an dem der Firmengründer Pu Zhongjie beteiligt ist. Branchenkenner werten diesen Schritt positiv. Nicht nur wurde der Anteil des Gründerteams effektiv erhöht, sondern die Übertragung zum Marktpreis hat auch die Erwartungen an die zukünftige Entwicklung des Unternehmens geweckt.

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